Fotobücher von Schweizer Fotografinnen
Fotobücher von Schweizer Fotografinnen
Die Präsentation in der Passage zur Fotobibliothek fängt dort an, wo die Ausstellung Frauen. Fragen. Fotoarchive. aufhört. 1971 erhielten die Frauen in der Schweiz endlich das nationale Stimmrecht. Im gleichen Jahr wurde in Zürich die Stiftung für die Photographie gegründet (heute: Fotostiftung Schweiz), die sich seitdem für den Erhalt des fotografischen Erbes der Schweiz einsetzt. Das fotografische Medium gewann ab den 1970er-Jahren aber auch im internationalen Kunstkontext an Bedeutung, nicht zuletzt durch Performances und Happenings, die fotografisch dokumentiert und so im Museum repräsentiert wurden. Im künstlerischen ebenso wie im angewandten Bereich wurden Fotografinnen zahlreicher und sichtbarer, und ihre Arbeiten manifestierten sich nicht selten in Ausstellungen und Fotobüchern. Während vor 1970 nur wenige Schweizer Fotografinnen (zu nennen wäre Henriette Grindat) mit Fotobüchern an die Öffentlichkeit getreten waren, erschienen in den 1980er-Jahren eine ganze Reihe wegweisender Publikationen von weiblichen Bildautorinnen. In den fünf Vitrinen werden Beispiele gezeigt, die stellvertretend für ein bestimmtes Jahrzehnt oder eine bestimmte Thematik betrachtet und miteinander in Beziehung gesetzt werden können. Die Auswahl berücksichtigt vor allem Fotografinnen, deren Archive sich in der Fotostiftung befinden, oder die durch Ankäufe des Fördervereins mit Bildgruppen in der Sammlung vertreten sind.
Die Auswahl umfasst Fotobücher von Akosua Viktoria Adu-Sanyah, Lena Amuat & Zoë Meyer, Barbara Davatz, Ruth Erdt, Katrin Freisager, Yvonne Griss, Solène Sahmaran Gün, Monique Jacot, Manon, Anne Morgenstern, Marianne Müller, Doris Quarella, Laurence Rasti, Flurina Rothenberger, Shirana Shahbazi, Iren Stehli, Annelies Štrba, Batia Suter, Anouk Tschanz, Hannah Villiger